IT-Info
Grundlagen der Informationstechnik
Kathodenstrahl Monitore
(CRT - Cathode Ray Tube)
Die CRT-Monitore orientieren sich an der altbewährten Fernsehtechnik, indem ein
Ionenstrahl zeilenweise die Rückseite einer Vakuumröhre entlangfährt und dort
Phosphorteilchen zum Leuchten anregt, wo ein heller Punkt erscheinen soll. Im
Gegensatz zur Fernsehtechnik wird aber üblicherweise das Bild nicht im Zeilen-
sprungverfahren (Interlaced) mit zwei Halbbildern aufgebaut, sondern als Vollbild,
Zeile für Zeile (non-Interlaced). Um Flimmern zu unterdrücken, wird hier aber mit
teilweise deutlich höheren Bildwiederholraten gearbeitet als zum Beispiel
beim PAL-Fernsehformat (50Hz /Halbbilder pro Sekunde).
Wichtige Eigenschaften eines Monitors sind:
- Bildschirmdiagonale (üblicherweise in Zoll gemessen / 14“-21“)
- Maximale Auflösung (üblich 640x480 bis 1600x1200)
- Maximale Horizontalfrequenz (meist 30-115 HZ)
- Maximale Vertikalfrequenz (zwischen 50-160 Hz)
- Maximale Pixelrate (zwischen 25 und 160 MHz)
- Strahlungsarmut/Ergonomieklasse (TCO92, TCO 95, TCO 99)
Mit welcher Auflösung ein Monitor optimal zu betreiben ist, hängt von der Größe des
Monitors und seiner Lochmaske ab. Die Lochmaske muss genug Löcher haben, um
bei einer bestimmten Auflösung für jedes Pixel ein eigenes Loch zur Verfügung
stellen zu können. Nur so erhalten Sie ein Bild mit optimaler Schärfe.
Welche Breite bei einer bestimmten Auflösung mindestens erforderlich ist, können
Sie nach folgendem Beispiel leicht ausrechnen:
Bildbreite = horizontale Auflösung x Punkteabstand = 1280 x 0,26 mm = 33,28 cm
Demnach benötigt ein Monitor mit einer 0,26 mm Lochmaske mindestens eine
33,28 cm breite Bildröhre, um eine Auflösung von 1280x1024 Pixeln scharf
darstellen zu können.
Um von der Breite 33,28 cm auf die Diagonale der Bildröhre schließen zu können,
müssen Sie zunächst die 33,28 cm auf eine diagonale Strecke umrechnen
(Multiplikation mit 1.414) und von cm in Zoll umrechnen (Division durch 2.54).
Um diese Rechenschritte zu vereinfachen, können Sie auch als Faustregel den
Mindestwert für die Breite mit 0,555 multiplizieren.
33,28 cm x 0,555 = 18,47“
Sie benötigen bei der gewünschten Auflösung und der vorhandenen Lochmaske
also mindestens einen 19“-Monitor.
Neben der Größe sind auch Zeilenfrequenz und Bildwiederholfrequenz ausschlag-
gebend für die Qualität eines Monitors. Die Bildwiederholfrequenz gibt an, wie oft
das Bild pro Sekunde neu aufgebaut wird. Je höher diese Frequenz ist, desto
weniger wird das Bild als „flimmernd“ empfunden. Für ergonomisches Arbeiten
sollte sie bei der gewünschten Auflösung mindestens 85 Hz betragen.
Je höher die Bildwiederholfrequenz und Auflösung sind, desto höher muss auch die
Zeilenfrequenz des Monitors sein. Die Zeilenfrequenz gibt an, mit welcher Gesch-
windigkeit der Elektronenstrahl eine Zeile durchläuft.
Die Zeilenwiederholfrequenz können Sie nach folgendem Beispiel berechnen:
Zeilenfrequenz = Zeilenanzahl x Bildwiederholfrequenz (Vertikalfrequenz)
1024 x 85 = 87,04 kHz
Um also ein Bild von 1280 x 1024 mit mindestens 85 Hz anzeigen zu können, muss
die Zeilenfrequenz (manchmal auch Horizontalfrequenz genannt) mindestens
87,04 kHz sein.
Wichtig ist außerdem das der Monitor auch mit der verwendeten Grafikkarte
leistungsmäßig zusammenpasst.
Obwohl sich CRT-Monitore schon lange im Praxiseinsatz bewährt haben und
sie zu günstigen Preisen in guter Qualität vorhanden sind weisen sie einige
doch gravierende Mängel auf:
Sie verbrauchen viel Strom.
Der Elektrodenstrahl kann falsch fokussiert sein (unscharfes Bild).
Verzerrungen oder Farbabweichungen können auftreten.
Erzeugung starker Magnetfelder sowie elektromagnetischer Strahlung.
CRT-Monitore sind sehr groß.
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